Zu Beginn des Tages erhielten die Schüler*innen eine theoretische Einführung in die kosmische Strahlung, ihre physikalischen Grundlagen sowie in die Funktionsweise moderner Teilchendetektoren. Diese Inputs schufen eine gemeinsame Basis für die anschließende experimentelle Arbeit und halfen dabei, die eigenen Messungen in einen größeren physikalischen Zusammenhang einzuordnen. Im Anschluss folgten Führungen durch das Forschungs- und Technologiezentrum für Detektorphysik, bei denen die Teilnehmenden direkte Einblicke in aktuelle Forschungsarbeiten, Laborräume und experimentelle Aufbauten erhielten. Dabei konnten sie erleben, wie Detektoren entwickelt, getestet und in der Forschung eingesetzt werden.
Ein zentraler Bestandteil des Cosmic Days war die experimentelle Arbeitsphase. In Kleingruppen untersuchten die Schüler*innen die Winkelverteilung der kosmischen Strahlung mithilfe von drei COSMO-Detektoren. Durch das eigenständige Aufnehmen und Auswerten der Messdaten lernten sie, wie kosmische Strahlung experimentell erfasst wird, welchen Einfluss die Detektorgeometrie auf die Ergebnisse hat und wie Messunsicherheiten entstehen.
Den Abschluss bildete eine große internationale Konferenzsession, bei der sich die Bonner Gruppe mit Schüler*innen und Instituten von anderen internationalen Cosmic-Day-Standorten zusammenschaltete. In diesem Rahmen präsentierten die Teilnehmenden ihre Ergebnisse, verglichen Messdaten und diskutierten ihre Beobachtungen. Der internationale Austausch verdeutlichte eindrucksvoll den kollaborativen Charakter moderner physikalischer Forschung. Insgesamt war der Cosmic Day 2025 am Forschungs- und Technologiezentrum für Detektorphysik in Bonn ein voller Erfolg. Die gelungene Kombination aus Theorie, praktischer Experimentierarbeit und internationaler Vernetzung machte kosmische Strahlung greifbar und vermittelte den Schüler*innen einen authentischen Eindruck von wissenschaftlichem Arbeiten in der Physik.