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Lehramtsstudium Physik

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Das Lehramtsstudium gliedert sich in einen Bachelor- und einen Masterstudiengang, in denen neben den beiden Unterrichtsfächern auch Bildungswissenschaften studiert wird. Das Bonner Zentrum für Lehrerbildung (BZL) organisiert in enger Abstimmung mit den einzelnen Fächern die Lehramtsstudiengänge der Universität Bonn und ist erster Ansprechpartner bei allen allgemeinen Fragen zum Lehramtsstudium.

Detaillierte Informationen zum Studienverlauf finden Sie auf den Webseiten des BZL (Empfohlener Studienverlauf Bachelor Lehramt Physik und Studienverlaufsplan des Masterstudiengangs Lehramt Physik).
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Das Studium des Lehramtsfaches Physik gliedert sich in die drei großen Bereiche Experimentalphysik, Theoretische Physik und Wahlpflicht. In der Experimentalphysik belegen die Lehramtsstudentinnen und -studenten in den ersten beiden sowie im fünften Semestern zusammen mit den Studierenden des fachwissenschaftlichen Bachelorstudiengangs Physik die Module Physik 1, Physik 2 und Physik 5, in denen die Grundlagen der Mechanik und der Wärmelehre sowie der Elektrizitätslehre als auch der Kern- und Elementarteilchenphysik behandelt werden. Diese Vorlesungen sind begleitet von Übungen, bei denen in kleinen Gruppen unter Anleitung von Studierenden höherer Semester ausgewählte Inhalte der Vorlesungen meistens in der Form von Aufgaben aufgegriffen und vertieft besprochen werden. Der Übergang von der klassischen Physik (Physik 1, Physik 2) zur mikroskopischen Physik (Physik 5) erfolgt in einem speziell für das Lehramtsstudium entwickelten Modul Physik 3 für Lehramtskandidaten, in dem beginnend mit der Strahlenoptik über die Wellenoptik der Bogen hin zur mikroskopischen Physik mit Atom- und Festkörperphysik geschlagen wird.

Alternativ dazu können auch die Module Physik 3 und Physik 4 im Bachelorstudiengang Physik belegt werden.

Die Vorlesungen Physik 2, Physik 3 für LAK und Physik 5 werden zudem noch von einem Fachdidaktikseminar begleitet, in denen ausgewählte Inhalte der fachwissenschaftlichen Vorlesungen im schulischen Kontext betrachtet und anhand derer exemplarisch verschiedene fachdidaktische Methoden und Modelle behandelt werden.

Zusätzlich rundet ein Laborpraktikum (AP-Lehramt) die Ausbildung in Experimentalphysik ab. Anhand von Versuchen zur Mechanik, Elektrizitätslehre und Optik erlernen die Studierenden das Experimentieren und Dokumentieren. Eine Übersichtsprüfung am Ende des Studiums stellt sicher, dass die Studierenden neben den Detailkenntnissen insbesondere die übergreifenden Zusammenhänge verstanden haben und schließt die Ausbildung in Experimentalphysik ab.

Die Ausbildung in Theoretischer Physik beginnt im dritten Fachsemester mit einer Vorlesung zur Klassischen Theoretischen Physik, die sich sowohl mit der klassischen Mechanik als auch mit der theoretischen Elektrodynamik beschäftigt. Im vierten Semester folgt dann der Übergang zur mikroskopischen Physik mit einer Vorlesung zur Theoretischen Quantenphysik, die sich sowohl mit der Quantenmechanik als auch mit der Statistischen Physik beschäftigt. Begleitet werden auch diese beiden Vorlesungen von Übungen. Zusätzlich gibt es zu jeder Vorlesung eine Übung zur mathematischen Ergänzung, bei der die notwendigen mathematischen Hilfsmittel vermittelt werden. Ebenso wie in der Experimentalphysik schließt auch in der Theoretischen Physik eine Übersichtsprüfung zum Ende des Studiums die Ausbildung in theoretischer Physik ab.

Im Wahlpflichtbereich besteht die Möglichkeit einführende Veranstaltungen anderer Fächer (Astronomie, Meteorologie, Chemie und Informatik) zu belegen. Vertiefte Studien in Physik (Elektronikpraktikum, Proseminar Präsentationstechnik) sowie in der Fachdidaktik (Außerschulische Lernorte) sind ebenfalls möglich. Studierende, die frühzeitig erkennen, dass sie das Lehramtsstudium nicht zu Ende führen sondern in den fachwissenschaftlichen Masterstudiengang Physik oder Astrophysik wechseln möchten, können den Wahlpflichtbereich nutzen, um inhaltliche Unterschiede zwischen dem fachwissenschaftlichen Studiengang und dem Lehramtsstudiengang frühzeitig auszugleichen und somit den Übergang in den fachwissenschaftlichen Master zu erleichtern.

Abgeschlossen wird das Lehramtsbachelorstudium mit einer Beachelorarbeit, die in einem der beiden Lehramtsfächer durchgeführt werden muss. In der Physik besteht die Möglichkeit, diese Bachelorarbeit entweder in den experimentellen oder theoretischen Forschungsgruppen anzufertigen. Eine Bachelorarbeit im Bereich Fachdidaktik Physik ist ebenfalls möglich.

Eine Kombination des Lehramtsfaches Physik sowohl mit Mathematik als auch mit Chemie ist überschneidungsfrei möglich, für andere Fächerkombinationen kann dies nicht garantiert werden. Dementsprechend empfiehlt sich insbesondere die Fächerkombination Physik/Mathematik, da in allen Bereichen der Physik umfassende Mathematikkenntnisse von Nöten sind, die nicht vollständig im Rahmen der Physikausbildung vermittelt werden können und die im Fall anderer Fächerkombinationen im Selbststudium erworben werden müssen.

Der Masterstudiengang Lehramt im Fach Physik wird erstmalig im Wintersemester 2014/15 angeboten und ist die Voraussetzung für die Aufnahme des Referendariats. In diesem Studiengang liegt die Betonung auf den Bildungswissenschaften. Die einzige fachwissenschaftliche Pflichtveranstaltung ist ein weiteres Laborpraktikum, in dem Experimente zur Atom- und Festkörperphysik sowie zur Kern- und Elementarteilchenphysik durchgeführt werden.

Weiterhin können im Wahlpflichtbereich aus dem breit gefächerten Angebot der fachwissenschaftlichen Masterstudiengänge Physik und Astrophysik zwei Lehrveranstaltungen zur Vertiefung ausgewählter Themenfelder belegt werden.

Zentrales Element des Masterstudiengangs ist das Praxissemester im dritten Fachsemester, das zu 80 % in einer Praktikumsschule stattfindet. Vorbereitet wird dieses Praxissemester durch ein Seminar "Experimente im Physikunterricht", bei dem der Einsatz von Demonstrations-und Schülerexperimenten erlernt wird. Weiterhin werden in einem Vorbereitungs- und Begleitseminar zum Praxissemester konkrete Fragestellungen, die für die Arbeit in der Schule von Bedeutung sind, behandelt, so dass eine umfassende Betreuung sowohl vor als auch während des Praxissemesters gewährleistet ist.

Abgeschlossen wird das Masterstudium mit einer Masterarbeit im vierten Fachsemester. Diese Masterarbeit kann sowohl ein fachdidaktisches als auch ein fachwissenschaftliches Thema behandeln. Detaillierte Informationen zum Studiengang Master of Education werden rechtzeitig auf den Webseiten des BZL veröffentlicht. 

 

Weitere Informationen zum Lehramtsstudium erteilt der Studiengangsmanager:
Dr. Ulrich Blum
Physikalisches Institut
Nußallee 12, 3. Stock, Zimmer 3.001
Tel: (0228) 73-3212
E-Mail: [Email protection active, please enable JavaScript.]

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