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Der Studienberaterbrief

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Bachelor of Science (B.Sc.) Physik, Master of Science (M.Sc.) Physik, Master of Science (M.Sc.) Astrophysik

Als Studienberater wird man recht häufig mit einer Reihe immer wiederkeh­render Fra­­gen konfrontiert. Um mir und hoffentlich auch Ihnen das Leben zu erleichtern, möchte ich in diesem Brief versuchen, eine Reihe von Antworten zu geben. Zu Beginn jedoch möchte ich folgende allgemeine Bemerkungen  machen:

Anfragen sollte man immer an kompetente Stellen richten. Manchmal ist es nicht klar, wo die kompetente Stelle ist. Hier hilft Ihnen u.a. die Zentrale Studienberatung der Universität, Poppelsdorfer Allee 49, 53012 Bonn, Tel. 0228-737080, eMail: zsb@uni-bonn.de, bzw. der Fachstudienberater (der Unterzeichner) oder Ihr Mentor, Ihre Mentorin. Einfach ist es dann, wenn Entscheidungen zu fällen sind: Die Stelle, die die Entscheidung zu treffen hat, ist kompetent.

Überraschend viele Studierende tun sich sehr schwer, wenn Sie einen Termin für ein Gespräch mit Hochschullehrern verabreden wollen. Deswegen hier mein Rat: Wenden Sie sich unmittelbar nach der Vorlesung an den Hochschullehrer bzw. die Hochschullehrerin, er oder sie wird dann fast immer mindestens so viel Zeit für Sie haben, dass es zu einer Terminvereinbarung kommt. Oft können Sie auch gleich das gewünschte Gespräch führen.

Die Modularisierung der neuen Studiengänge ist verbunden mit einer Fülle von Informationen, um die wir Sie bitten, sich aktiv selbst zu bemühen. Bitte nutzen Sie deshalb unsere Internetseiten www.physik-astro.uni-bonn.de.

Studienanfang

a) Studienbeginn an der Universität Bonn

An der Universität Bonn werden die Vorlesungen und Übungen für Studienanfängerinnen und Studienanfänger nur im Wintersemester angeboten. Die Vorlesungszeit des Wintersemesters beginnt in der Regel in der zweiten/dritten Oktoberwoche, die des Sommersemesters in der ersten/zweiten April­woche.

Im September wird für Studienanfängerinnen und Studienanfänger ein Physik-Vorkurs abgehalten. Die Teil­nahme an diesem Vorkurs ist empfehlenswert, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Einschreibung für das Studium der Physik erfolgt in Bonn direkt durch das Studentensekretariat,  Poppelsdorfer Allee 49, 53012 Bonn, Fax: 0228-73-7421 und -1740, http://www.uni-bonn.de/Studium/Studentensekretariat.html).Von dort wer­den auch Merk­blätter zur Einschreibung  versandt. Die Einschreibung kann jeweils zu den festgelegten Ter­minen, im September für das WS, ohne vorherige Bewerbung im Sekretariat erfolgen. Mitzu­bringen sind: der Einschreibungsantrag (liegt im Vorraum des Sekretariats aus oder aus dem Internet (siehe: http://www.uni-bonn.de/Studium/Studentensekretariat/Formulare.html) laden), das Original des Reifezeugnisses, die Versicherungs- oder Befreiungsbescheini­gung der Krankenkasse  und der Personalausweis oder Rei­sepass.

Ausländische Studienbewerberinnen und Studienbewerber (nicht gemeint: EU-Bürger / EWR-Bürger und Bildungsinländer) mit anerkannter Berechtigung zum Hochschulzugang müssen sich bis zum 15. Juli bei der Universität Bonn  bewerben.

Studienabschlüsse

In Bonn wird Ihnen nach bestandener Prüfung der Akademische Grad "Bachelor of Science in Physik" bzw. "Master of Science Physik" bzw. “Master of Science  in Astrophysik" verliehen.

Ein geregelter gleichzeitiger Studienbesuch für zwei Bachelor- oder zwei Masterstudiengänge, z. B. Physik und Informatik, ist kaum möglich.

Allerdings gibt es im Rahmen des Wahlpflichtfaches (sog. Nebenfach) die Möglichkeit,  breite und gut fundierte Kenntnisse in anderen Fächern zu erwerben. Dazu bietet die Universität vielfältige Möglichkeiten. Es gibt übrigens immer wieder Fachwechsler, das heißt, StudentInnen, die mit einem Physikstudium be­ginnen und dann zu einem anderen Fach z. B. Mineralogie, Meteorologie überwechseln, das sie ursprünglich als Nebenfach des Phy­sikstudiums gewählt hatten. Solch ein Fachwechsel kann sehr sinn­voll und vernünftig sein. Es  ist aber zu beachten, dass der Anspruch auf BAföG-Förderung verloren gehen kann, wenn der Fachwechsel zu spät durchgeführt wird und zu viel Zeit kostet. Suchen Sie gegebenenfalls das BAföG-Amt auf.

Einige von Ihnen wollen Astronomie bzw. Astrophysik studieren. Dies ist kein selbständiges Studienfach, sondern hier ist ebenfalls zunächst das Bachelorstu­dium Phy­sik zu absolvieren. Sie können dann allerdings während des Bachelorstudiums die Wahlpflichtmo­dule Astronomie wählen und Sie können anstreben, anschließend im Masterstudiengang Astrophysik zu studieren. Falls Sie jetzt schon detaillierte Fragen zum Fach Astronomie haben, so können Sie sich gerne an unseren Studien­be­rater für Astro­no­mie wenden: Prof. Dr. K. S. de Boer, Argelander-Institut für Astronomie, Auf dem Hügel 71, 53121 Bonn, Tel: 0228-733656, eMail: deboer@astro.uni-bonn.de. 

c) Studieneignung

Ob Sie zum Studium der Physik geeignet sind, kann Ihnen im Moment niemand mit Sicherheit sagen, auch Profis der Berufsberatung können das nicht. Sie sollten jedoch drei Punkte beachten. Einmal sollten Sie auf dem Gymnasium mindestens in den letzten Schuljahren überdurchschnittliche Noten in den relevanten Fächern (Physik, Mathematik, Chemie oder Informatik) erhalten haben. Weiter sollten Sie bedenken, dass die meisten Physikerinnen und Physiker experimentell arbeiten, entsprechende Neigun­gen und Fähigkeiten lassen sich bei vielen Studienanfängern durch ihr Hobby erkennen. Lassen Sie sich nicht durch Historien beirren, die von ge­nialen Physikern mit schlechten Schulnoten und hervorragenden theoretischen Physikern berichten, die nie in ihrem Leben einen Schraubendreher angefasst haben. Diese Geschichten können in Son­derfällen wahr sein, die Regel sind sie ganz und gar nicht.

Ganz entscheidend wichtig ist aber, dass Sie eine hinreichend tief fundierte Begei­sterung für das von Ihnen gewählte Studienfach haben. Sie werden während Ihrer Studienzeit sicher viel länger als 40 h/Woche arbeiten müssen. Das werden Sie hoffentlich als normal und schön empfinden. Bereuen Sie jedoch Ihre Wahl, so ist es sehr schwer, das Studium erfolgreich zu beenden.

d) Studienort

Den ersten Studienabschnitt werden Sie in der Regel nach sechs Semestern mit dem "Bachelor of Science in Physik" abschließen. Während dieser Zeit sollte man den Studien­ort nicht wechseln. Andererseits ist der Ablauf des Studiums an den deutschen Universitä­ten soweit angeglichen, dass ein Studienortwech­sel nach erfolgreich abgeschlossenen Bachelorstudium meist unproblematisch sein wird. Deswegen können bei der Wahl des ersten Studienortes durch­aus Motive wie erwünschte Nähe oder Ferne des Elternhauses, kulturelles Leben etc. aus­schlag­ge­bend sein. 

 

e) Vorbereitung

Grundkenntnisse der Chemie sind für alle Physik-Studierenden notwendig - auch wenn keine Pflicht­vorlesung "Chemie" vorgesehen ist. Auch Kenntnisse in einer höheren Programmier­sprache (C, C++, Java, FORTRAN) sind sehr hilfreich. Aus der Physik sollten Sie die Fülle der Phänomene und Be­griffsbildungen der klassischen Physik rekapi­tulieren. Aus der Ma­thematik sind die Gebiete Differen­tial-, Integral- und Vektor-Rechnung wichtig. Die Unterrichtssprache im Bachelorstudium ist Deutsch, in den Masterstudiengängen Englisch; eine nachzuweisende ausreichende Beherrschung der englischen Sprache ist eine der Zugangsvoraussetzungen für die Masterstudiengänge.

f) Lehrbücher

Lehrbücher sind leider nicht billig. Im Modulhandbuch werden geeignete Lehrbücher für die ver­schiedenen Lehrveranstaltungen genannt. Sie sollten diese aber nicht voreilig kaufen, sondern das viel­fältige Angebot gut prüfen und den Empfehlungen der Hochschullehrer folgen. Auch im Vorkurs werden Ihnen schon Empfehlungen gegeben.

g) Studienbetrieb

Einen richtigen Einblick in den Verlauf eines Studiums zu erhal­ten, ist für Abiturienten nicht so leicht. Die folgenden Hinweise können eine Hilfe sein. Am "Dies academicus" stellt sich die Univer­sität durch Vor­träge und Instituts­besichtigungen der Öffentlichkeit vor. In Bonn wird am Dies acade­micus eine vielfältige, fachspezifische Studienberatung durchgeführt. Termine für den Dies academicus sind im Sommersemester Ende Mai/Anfang Juni und im Wintersemester Anfang Dezember.  Zusätzlich organisiert die Mathematisch Naturwissenschaft­liche Fakultät meist in der Pfingstwoche einen "SchülerInnentag", wo Sie sich auch über das Physikstudium ausgiebig informieren können.

An dieser Stelle möchte ich Studierenden - gerade in der erste Phase des Studiums - ausdrücklich empfehlen, sich in Studiengruppen zu organisieren, wo man sich regelmäßig mit Kommilitonen über den Stoff der Lehrveranstaltungen austauschen kann. 

h) Studienziel

Ziel der Ausbildung ist es, durch das Studium Kenntnisse auf den wichtigsten Teilgebieten der Physik zu vermitteln und Sie mit den cha­rakteristischen Methoden des physikalischen Denkens und Arbeitens vertraut zu machen. Durch Ihre Ausbildung und durch die Schulung des analytischen Denkens sollen Sie die Fähigkeit erwerben, sich später in die vielfältigen an Sie herangetragenen Aufgabengebiete einzuarbeiten und die in der Berufspraxis ständig wechselnden Aufgabenstellungen auf breiter Basis zu bewältigen. Deshalb wird auf fundier­te Methodenkenntnisse und die Entwicklung typischer Denkstrukturen mehr Wert gelegt als auf möglichst um­fang­reiches Detailwissen in zahlreichen Teilgebieten der Physik.

Die Fähigkeit, in physikalischen Zusammenhängen zu denken und physikalisch-systematisch in Theorie und Experiment vorzugehen, entfaltet sich im ständigen Wechselspiel zwischen Vorlesungen, Praktika, Übungen und Seminaren. Mit dem Anfertigen einer Masterarbeit sollen die Studierenden lernen, ihr im Studium erworbenes Wissen auf die Lösung bisher nicht bearbeiteter Probleme anzuwenden und sich die dazu erforderlichen Detailkenntnisse selbständig zu erarbeiten. Hier ist ferner Gelegenheit gegeben, Zusam­menarbeit zu üben, die später ein wesentlicher Bestandteil der eigenen beruflichen Tätigkeit sein wird. Da Physikerinnen und Physiker häufig an der Grenze zu anderen Disziplinen des naturwis­senschaftlich-­technischen Bereichs arbeiten, ist es sinnvoll, sich durch ein Wahlpflichtfach auch Grundkenntnisse auf einem entfernteren Nachbargebiet anzueignen.

i) Die wichtigsten Informationen

Die Prüfungsordnungen und die Modulhandbücher zu jedem der drei Studiengänge können Sie bei uns anfor­dern oder im Internet einsehen. Im zum jeweiligen Studiengang gehörenden Modulhandbuch sind die Einzelheiten und Kurzbeschreibungen der Lehrinhalte näher erläutert. Eine wichtige Informationsquel­le ist auch das in jedem Semester neu erscheinende Vorlesungsverzeichnis, das im Buchhandel erhältlich ist.

Die aktualisierten Ankündigungen von Lehrveranstaltungen werden durch Aushang bekannt gegeben, liegen in gedruckter Form vor dem Geschäftszimmer des Prüfungsamtes Physik aus und können im Internet eingesehen werden.

Wichtige Ankündigungen werden vor allem auch in den Vorlesungen bekannt gegeben. Sie müssen allerdings die Lehrveranstaltungen auch besuchen.

j) Studentisches Wohnen

Bonn hat erfreulich viele Studentenwohnheime. Bitte wenden Sie sich an das Studentenwerk, Nassestraße 11, 53113 Bonn, Tel: 0228-737165 (Frau Lödorf, Mo - Fr 9 - 12 Uhr und Do 14-16 Uhr), eMail: Studenten­werk@uni-bonn.de

Studienortwechsel

a) Termine

Der geeignete Termin für einen Wechsel ist  nach dem Bachelorstudium. Darüber hinaus gilt, dass der Wechsel des Studienortes zum Wintersemester an deutschen Hochschulen fast immer weniger Probleme schafft als der zum Sommersemester.

b) Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen

Gleichwertige Leistungen, die an anderen Hoch­­schulen erbracht wur­den, werden beim Wechsel  anerkannt. Hierfür wenden Sie sich bitte an den Studienberater, den Unterzeichner. Sie erleichtern uns die Beantwortung Ihrer Fragen, wenn Sie (un­be­glaubigte) Kopien von Prüfungszeugnis und Leistungsnachweisen bei Ihrer Anfrage vorlegen. Für die Überprüfung der Äquivalenz von Praktikums­leistungen setzen Sie sich bitte mit der Praktikumsleitung in Ver­bindung.

c) Forschungsgebiete in der Physik

Im Internet finden Sie eine Beschrei­bung unserer vielfältigen Forschungsgebiete (Adresse siehe oben). Nützlich ist auch das Physik-Handbuch, das jedes Mitglied der Deutschen Physikalischen Gesellschaft erhält (Jahres­beitrag für Studierende: 12 Euro), es kann direkt von der DPG GmbH, Hauptstraße 5, 53604 Bad Honnef bezogen werden (http://www.dpg-physik.de/).

d) Auslandsstudium

Das Studium im Ausland ist für Sie fast immer eine lohnende Bereicherung. We­gen eines möglichen Stipendiums wenden Sie sich an den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) in Bonn - Bad Godesberg (Kennedyallee 50, 53175 Bonn). Auch das Akademische Auslandsamt der Universität, Poppelsdorfer Allee 53, 53012 Bonn, Tel. 0228/737626,  unterstützt  Auslandsaufenthalte im Rahmen von Austauschprogrammen (eMail: info-aaa@uni-bonn.de). Studierende, die BAföG erhalten, können auch bei einem Studium im Ausland gefördert werden; Auslandszuschläge sind möglich, die Förderungshöchstdauer kann um zwei Semester erhöht werden. Eine unmittelbare Förderung durch die ausländische Hochschule ist manchmal möglich. Man sollte erfragen, ob nicht Erlass oder Ermäßigung von Gebühren und ähnlichen Kosten erreichbar ist.

Die Fachgruppe Physik/Astronomie hat einen Ansprechpartner für die Europäischen Programme “Erasmus” und “Sokrates”: Privatdozent Dr. R. Vianden, Helmholtz-Institut für Strahlen- und Kern­physik, Nußallee 14-16, Tel. 0228-733355, eMail: vianden@hiskp.uni-bonn.de. Als Ansprechpartner für  Fragen bezüglich eines Studiums im Ausland steht auch Professor Dr. R. Beck zur Verfügung: Helmholtz-Institut für Strahlen- und Kernphysik, Nußallee 14-16, Tel. 0228-732201, eMail: beck@hiskp.uni-bonn.de.

Für die Anerkennung von im Ausland erbrachten Studienleistungen wenden Sie sich bitte ebenfalls an den Studienberater. Eine end­gültige Entscheidung wird meistens erst nach Beendigung Ihres Aus­landsaufenthaltes mög­lich sein. Sie müssen davon ausgehen, dass der Auslandsaufenthalt vordergründig gesehen Ihre Studienzeit verlängert. Am besten geeignet für ein Auslandssemester erscheint zurzeit das  fünfte oder sechste Semester des Bachelorstudiums, ggf. verbunden mit der Fertigstellung der Bachelorarbeit, sowie das zweite Semester der Masterstudiengänge. Wie gesagt, ein gelungener Studien­aufenthalt im Ausland kann eine enorme Bereiche­­rung für Sie persönlich bedeuten.

e) Promotionsstudium

Nach erfolgreichem Abschluss des Master-Studiums werden viele Studierende beabsichtigen zu pro­movieren. Die Promotion gilt formal-juristisch (und inhaltlich natürlich) als akademische Weiterbildung, da die eigentliche Berufsausbildung mit der bestandenen Bachelor- bzw. Masterprüfung abge­schlossen ist. Fast im­mer wird deshalb während der Promotionszeit eine Nebenbeschäftigung (z. B. Tätigkeit als wissenschaftliche Hilfskraft) ausge­übt, die finanziell den Lebensunterhalt sichern soll. Mittlerweile haben wir in Bonn auch mehrere Graduiertenschulen über die Sie sich ebenfalls auf unse­ren Internetseiten informieren können. Auch jeden Hochschullehrer können Sie darauf ansprechen.

Studienbegleitende Beratung

a) Semesteranfangsberatung

Das Wintersemester beginnt am 1. Oktober, das Sommersemester am 1. April. Die Vorlesungszeiten beginnen meist in der 2. oder 3. Semesterwoche. Sowohl für die Erstsemester in Physik, als auch für diejenigen höherer Fachsemester findet zu Beginn der Vorlesungs­zeit  eine öffentliche Studien- und Vorlesungsberatung statt (erster bzw. zweiter Vorlesungstag, bitte beachten Sie den entsprechenden Aushang). Dort werden aktuelle und auch immer wiederkehrende Probleme und Fragen besprochen.

b) Studienberatung

Außer den Fachstudienberater, der Unterzeichner, können Sie auch Ihren Mentor, Ihren Hochschullehrer und die Assistenten, die Übungen bzw. Praktika betreuen, um Rat fragen. Alle Studierenden, die bei der Bewälti­gung des Lehrstoffes auf Schwierigkeiten stoßen, sollen unbedingt die Möglichkeit der Studienbe­ratung nutzen. Hilfestellung kann auch die Fachschaft, das ist die Studentische Vertretung, geben: Fachschaft Physik-Astronomie, c/o Helmholtz-Institut für Strahlen- und Kernphysik, 53115 Bonn, Tel. 0228-732788. Die Fachschaft gibt übrigens für die Erstsemester jedes Jahr ein sehr hilfreiches “Erstsemesterinfo” her­aus und sie veranstaltet im Oktober in der Woche vor Vorlesungsbeginn an 3 Tagen die sog. “Orientierungseinheit” für die Erstsemester.

c) Wahlpflichtfächer

Wählen Sie ein Nebenfach, das Ihnen Freude macht und das eine echte Wissensverbreiterung für Sie bedeutet. Als Wahlpflichtfächer im Bachelorstudium sind zuge­las­sen: Astronomie, Chemie, Informatik, Meteorologie, Philosophie und Wirtschaftslehre. Beachten Sie, dass die Wahl des Nebenfaches verbindlich ist: Haben Sie ein Nebenfach gewählt und die Modulprüfung bestanden, so ist das Ergebnis verbindlich. Haben Sie die Modulprüfung z. B. in Chemie nicht bestanden, so können Sie als alternatives Nebenfach jetzt z. B. Astronomie wählen. Die nicht bestandene Modulprüfung wird aber als ein Fehlversuch angerechnet.

d) Prüfungen

Die Bachelor-/Masterstudiengänge sind konsekutiv ausgerichtet. Die Studieninhalte werden in der Form von Modulen vermittelt, die in der Regel aus thematisch, methodisch oder systematisch zusammenhängenden Unterrichtseinheiten eines Semesters bestehen. Jedes Modul wird mit einer Modulprüfung abgeschlossen und mit Leistungspunkten nach ECTS (European Credit Transfer and Accumulation System) bewertet. Ein ECTS-Leistungspunkt entspricht einem kalkulierten studentischen Arbeitszeitaufwand von 30 Stunden. Das Bachelorstudium umfasst insgesamt 180 Leistungspunkte, die Masterstudiengänge jeweils 120 Leistungspunkte. Die Gesamtnote errechnet sich aus dem mit den Leistungspunkten gewichteten Durchschnitt, wobei die beiden schlechtesten Modulnoten unberücksichtigt bleiben. Alle Prüfungen werden also stu­dienbegleitend abgelegt, deshalb müssen Sie bereits im ersten Fachsemester eine Antrag auf Zulassung zur Bachelor-/Master-Prüfung stellen. Der Antrag muss nur ein Mal gestellt werden und bildet die Rechtsgrundlage für alle Ihre Prüfungen vom Beginn bis zum Ende Ihres Studiums. Zu den einzelnen Modulprüfungen melden Sie sich auf elektronischem Weg an. Hierfür werden Ihnen eine persönliche Identifi­zierungsnummer (PIN) und eine Liste mit Transaktionsnummern (TAN) zur Verfügung gestellt. Die Prüfungen können je nach Modul aus einer schriftlichen Klausur, Protokollen und/oder einer mündlichen Prüfung bestehen. Wenn alle Pflichtmodule erfolgreich abgeschlossen sind, d. h. wenn man mindestens die vorgeschriebene 180 Punkte (Bachelor) bzw. 120 Punkte (Master) hat, hat man auch das ent­sprechende Ex­amen bestanden. Hinweise des Prüfungsamtes zum Antrag auf Zulassung und das entsprechende Formular finden Sie ebenfalls im Internet unter dem Stichwort „Prüfungen“.

e) Berufsberatung

Das Studium bereitet auf den Beruf der Physikerin, des Physikers in anwendungs-, forschungs- und lehrbezogenen Tätigkeitsfeldern vor. Kennzeichnend für diesen Beruf ist eine große Vielfalt möglicher Arbeitsbereiche. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Physikerinnen und Physiker immer dort benötigt werden, wo von der Routine abweichende naturwissenschaftich-physikalische oder or­ganisatorische Probleme gelöst werden müssen. In der Industrie arbeiten sie überwiegend in Forschung und Entwicklung, in der Betriebskontrolle, Arbeitsvorbereitung und darüber hinaus auch im wissenschaftlichen Management, Vertrieb, Marke­ting oder in der Unternehmensberatung.

Physikerinnen und Physiker sind auf den verschiedensten Forschungsgebieten an staatlichen und halb­staatlichen wissenschaftlichen Instituten tätig, z. B. an Hochschulinstituten, an Instituten der Max-Planck-Gesell­schaft, an deutschen Forschungseinrichtungen wie DESY (Hamburg), Forschungszentrum Jülich, GSI (Darmstadt) oder an inter­nationalen Forschungseinrichtun­gen wie CERN (Genf) oder von Laue-Lange­vin-In­stitut (Grenoble). An allen diesen For­schungsstätten werden die Arbeitsverträge jedoch meistens auf Zeit abgeschlossen. Weitere Berufstätigkeiten können sein: im Strahlenschutz, in der Wissenschaftsver­waltung, in den öffentlichen Verwaltungen  (im Umweltschutz, bei der Gewerbeaufsicht oder dem techni­schen Überwachungsverein), im Patent- und Dokumentationswesen und als Dozenten an Fachhochschulen. Sie arbeiten auch forschend und beratend auf Nachbargebieten, in denen physikalische Denk- und Messmethoden angewandt werden, wie z. B. Astronomie, Meteorologie, Geophysik, Chemie, Biologie, Materialwissenschaften, Kybernetik, Datenverarbeitung, Ozeanographie, sowie als Medizinphysiker an den Kliniken.

Der Arbeitsmarkt für Physikerinnen und Physiker ist im Allgemeinen sehr gut; natürlich geht ein großer Teil der Absolventen mittler­weile in die EDV-Branche, wo man sowohl in der Softwareentwicklung, als auch in der Kundenberatung und -betreuung vielfältige Tätigkeitsfelder findet.

Zum Abschluss möchte ich Sie bitten, sich direkt an mich zu wenden, wenn Sie noch weitere, hier nicht angesprochene Fragen haben. Vielleicht brau­chen Sie auch noch über das Obige hinausgehende Erläuterungen. Zögern Sie nicht, die Studien­beratung in Anspruch zu nehmen. Das größte Problem der Studienberatung ist es, die zu errei­chen, die wirklich einer Beratung bedürfen.

Mit den besten Wünschen für Ihr Studium

Ihr Studienberater

Privatdozent Dr. Bernard Metsch
Helmholtz-Institut für Strahlen- und Kernphysik, Zi: 310
Nußallee 14-16, 53115 Bonn

Tel.: 0228-732378
eMail: metsch@itkp.uni-bonn.de

 

Vertreter:

Prof. Dr. Hartmut Schmieden
Physikalisches Institut, Zi: W156
Nußallee 12, 53115 Bonn

Tel.: 0228-732790
eMail: schmieden@physik.uni-bonn.de

 

Auskünfte erteilt auch gerne:

Cornelia Zapf
Prüfungsamt Physik und Astronomie
Endenicher Allee 11-13, 53115 Bonn

Tel.: 0228-732223
eMail: zapf(at)uni-bonn.de

 

Stand: 13. November 2008

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