Seit 2002 führt die Physikshow regelmäßig zahlreiche unterhaltsame Physikexperimente auf, begleitet von einer spannenden Storyline für Groß und Klein. Die Shows werden von den Studierenden selbstständig und ehrenamtlich unter der Leitung von Prof. Herbert Dreiner, Timo Poller und Kristoffer Kerkhof entwickelt und aufgeführt. Seit 2004 richtet sich die Teilchenphysikshow mit Einblicken in die Teilchenphysik an ein etwas älteres Publikum. In 2019 debütierte mit dem „Phyusical“ das erste Physikshow-Musical weltweit. Abseits dieser drei Hauptshows finden auch einige Spezialshows regelmäßig ihren Weg auf die Bühne, wie beispielsweise die jährliche Weihnachtsphysikshow.
Bis zum Jahr 2025 wurden über 30 verschiedene Shows zusammen über 150 Mal aufgeführt. Die Aufführungen lockten bereits weit mehr als 50.000 Zuschauende in die Hörsäle von zwölf Ländern weltweit.
Geschichte
Die Physikshow wurde im Dezember 2001 von Professor Herbert Dreiner und Michael Kortmann am Physikalischen Institut der Universität Bonn gegründet. Seit 2002 wird alle ein bis zwei Jahre eine neue „klassische“ Physikshow von etwa zwanzig Studierenen entwickelt, die üblicherweise dreimal im September und dreimal im darauf folgenden März aufgeführt wird. Ab Oktober 2003 erhielten die Shows einen Handlungsstrang, in den die Experimente von den Schauspielenden eingebunden werden. Bis 2025 wurden 15 derartige Shows konzipiert und aufgeführt.
In 2004 feierte das CERN dessen 50 jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass wurde sich mit der Teilchenphysikshow erstmals das Ziel gesetzt, insbesondere die Elementarteilchenphysik zu thematisieren. Unter der Unterstützung von Professor Ewald Paul wurden bislang drei Teilchenphysikshows (2004, 2008 und 2014) entwickelt. Letztere erfreute sich auch international großer Beliebtheit, unter anderem in London, Madrid, Lissabon und Triest.
Als in 2007 einige Studierende ihrem Abschluss bevorstanden, beschlossen sie eine letzte Spezialshow für die Weihnachtszeit. Diese drehte sich um einen Adventskalender und ein physikalisches Experiment für jedes Türchen. In 2016 wurde dieses Konzept erneut aufgegriffen und es etablierte sich eine jährliche Weihnachtsphysikshow, die inzwischen verschiedene Geschichten und Live-Musik beinhaltete.
In 2019 entwickelte eine Gruppe an Physikshow-Mitgliedern ein Physikshow-Musical – das „Phyusical“ – das Gesang und Physikshow vereint. In knapp zwei Stunden erklärt die Show, was Leben auf der Erde möglich macht – in Begleitung von Gesangseinlagen und Live-Musik. Unseres Wissens nach handelt es sich um die erste Show ihrer Art.
In 2025 wurde schließlich ein zweites Phyusical entwickelt, das im Wissenschaftsjahr 2025 gefördert wurde und durch Deutschland reiste.
„Der größte Hörsaal der Fakultät war bis auf den letzten Platz gefüllt, und das junge Publikum reagierte begeistert auf die einzelnen Experimente – es gab Ausrufe der Verwunderung, Gelächter und tosenden Applaus.“
– Universität Krakau (Gastgeber)
„Mein schönster Physikshow-Moment war es, als mehrere Mädchen nach einer Show zu mir kamen und mit glänzenden Augen Fragen stellten. Ich konnte ein weibliches Vorbild sein, das Physik spaßig vermittelt. Schlechte Witze, tolle Menschen und lustige Experimente sind ’ne grandiose Möglichkeit Physik nahbar zu machen.“
– Yumi Tanabe, Physikshowlerin
„Die Physikshow bietet zum einen eine gut organisierte Infrastruktur und ermöglicht gleichzeitig große kreative Freiheiten. Das findet man nicht oft. Dazu noch unzählige tolle und kreative Menschen. Man bekommt immer neue Ideen, die man umsetzen kann.“
– Jana Heysel, ehem. Physikshowlerin
Highlights
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2026Georg-Kerschensteiner-PreisIn 2026 wurde Prof. Herbi Dreiner für seine Arbeit mit der Physikshow mit dem Georg-Kerschensteiner-Preis ausgezeichnet.●
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2025Förderung im Wissenschaftsjahr 2025 – ZukunftsenergieIn 2025 erhielt Dr. Jana Heysel eine Förderung von 42.000 €, um das zweite Phyusical „Zukunftsenergien – Zukunftsmusik?“ zu entwickeln. Die Förderung erfolgte im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2025 – Zukunftsenergie, einer Initiative des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt und Wissenschaft im Dialog.●
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2018Vorführung im Staatstheater MainzIm März 2018 führte die Physikshow ihre dritte Teilchenphysikshow im Staatstheater Mainz auf Deutsch auf.●
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2016Physikshow-Reise nach ChinaIm März 2016 reisten sieben Physikshow-Mitglieder zur Peking-Universität in China um dort mit den Studierenden eine Show zu entwickeln.●
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2011Aufführung auf dem Deutschlandfest vor 10.000 ZuschauendenAm 3. Oktober 2011 führte die Physikshow eine Show vor 10.000 Zuschauenden auf der Hauptbühne des Deutschlandfests auf dem Münsterplatz in Bonn auf.●
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2008Aufführung auf der BMBF-Ausstellung „Weltmaschine“Im November 2008 führte die Physikshow ihre zweite Teilchenphysikshow auf der Ausstellung „Weltmaschine“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung an der U-Bahn-Station „Bundestag“ in Berlin auf.●
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2004„Ship Floating on air“ erhält 5 Millionen Aufrufe auf YouTubeDas inzwischen private Video erreichte fünf Millionen Aufrufe. Ein ähnliches Video aus 2007 wurde inzwischen fast drei Millionen Mal aufgerufen und erreichte den zweiten Platz der Wissenschaftsvideo-Charts.●
Physikshow On Tour
Seit 2001 besucht die Physikshow Städte in Ländern weltweit. Sehen Sie sich die vollständige Karte an, indem Sie auf „Alle ansehen“ klicken.
Unsere Mitwirkenden
Die Physikshow besteht zum Großteil aus Physik-Studierenden an der Uni Bonn. Die Studierenden (Bachelor bis PhD) nehmen ehrenamtlich neben ihrem Studium an den Aktivitäten teil. Darüber hinaus wird die Physikshow von Prof. Herbert Dreiner, Timo Poller und Kristoffer Kerkhof geleitet und von dem Sekretariat des Bethe-Zentrums unterstützt. In 2025 wirkten über 50 Mitglieder an den Shows mit.
Kontakt
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