Lichtgase zeigen kritisches Verhalten
FORSCHUNGSTICKER: Ein Forschungsteam der Universitäten Bonn und Heidelberg sowie der UNAM (Mexiko) untersuchte das kritische Verhalten von Lichtteilchen (Photonen) nahe eines Phasenübergangs.
Chemische Fingerabdrücke enthüllen Vergangenheit massereicher Sterne
Viele massereiche Sterne waren einst Teil von Doppelsternsystemen, doch ihre spannende Vergangenheit war bisher oft nicht mehr nachvollziehbar. Eine neue Studie des Max-Planck-Instituts für Astrophysik und der Universität Bonn hat nun eine Methode entwickelt, um Sterne zu identifizieren, die einst Masse von einem Begleitstern aufgenommen haben. Diese Sterne erscheinen heute als Einzelobjekte, tragen aber die chemischen Spuren ihrer Vergangenheit als Doppelstern. Mithilfe eines einzigartigen „chemischen Fingerabdrucks“, der unabhängig von spezifischen Evolutionsmodellen ist, konnten die Forschenden die Doppelstern-Geschichte massereicher Sterne rekonstruieren. Die Methode hat bereits den gut untersuchten Stern γ Columbae als ehemaligen Massegewinner neu klassifiziert und damit lang gehegte Annahmen über seinen Ursprung infrage gestellt. Zudem hat sie neue Einblicke in die Entwicklung des Vorläufer der Supernova SN 1987A geliefert. Die Ergebnisse sind nun in dem Journal „Nature Astronomy“ erschienen.
Erfolgreiche Teststrahlkampagne am DESY
Nach zwei intensiven Wochen am DESY in Hamburg ziehen die beteiligten Forschungsgruppen eine positive Bilanz: Im Rahmen einer gemeinsamen Teststrahlkampagne haben Wissenschaftler*innen der Universitäten Bonn, Dortmund und Heidelberg neue Silizium-Pixelsensoren für den Mighty Tracker, das zukünftige Spurdetektorsystem des LHCb-Experiments, erfolgreich unter realistischen Bedingungen getestet. Die Sensoren sind ein zentraler Bestandteil des geplanten LHCb Upgrade II vor Betriebsphase 5 (Run 5) für die Ära des HiLumi LHC.
Mit dem Riesenmagnet auf der Suche nach dem Axion
Neuer Schub für die Suche nach einem bisher unentdeckten Elementarteilchen: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat den Bau eines speziellen Magnetsystems durch das Exzellenzcluster „Color meets Flavor“ der Universitäten Bonn, Siegen und Dortmund in Höhe von sechs Millionen Euro bewilligt. Ziel von „BabyIAXO“ ist die Suche nach dem Axion, einem bisher unentdeckten Elementarteilchen, das eines der größten ungelösten Rätsel der Teilchenphysik erklären könnte.
Der Röntgenhimmel rückt in den Fokus
Das deutsche eROSITA-Konsortium (eROSITA-DE), zu dem auch die Universität Bonn gehört und das vom Max-Planck-Institut für extra-terrestrische Physik (MPE) geleitet wird, hat seinen zweiten großen öffentlichen Datensatz „eROSITA Data Release 2“ (DR2) veröffentlicht. DR2 basiert auf den ersten drei Himmelsdurchmusterungen des eROSITA-Teleskops an Bord der Spektrum-Röntgen-Gamma-Mission (SRG) und bietet den derzeit umfassendsten und sensitivsten öffentlich zugänglichen Katalog des Röntgenhimmels. Die Analyse eines massereichen Galaxienhaufens unter Leitung der Universität Bonn zeigt, dass die theoretischen Modelle zur Entstehung des Universums weitgehend mit den Beobachtungen übereinstimmen – aber mit interessanten Abweichungen im Detail.
Physik und Astronomie in den Ferien: Schülerinnen und Schüler schnupperten Uni-Luft in Bonn
In diesem Jahr fand die Schülerakademie Physik/Astronomie der Universität Bonn wieder in der ersten Woche der NRW-Sommerferien (20.-24.07.2026) statt. 9 Schülerinnen und 8 Schüler aus dem Bonner Umfeld, dem Rheinland sowie aus dem gesamten Bundesgebiet, die kurz vor oder nach ihrem Abitur stehen, konnten einen umfassenden Einblick in die Bonner Physik und Astronomie erhalten. Die Veranstaltung des zdi-Schülerlabors "Physikwerkstatt Rheinland" fand mit finanzieller Unterstützung der "Zukunft durch Innovation" Initiative des Landes NRW zur Förderung des MINT Nachwuchs und der Bonner Stiftung für Physik und Astronomie statt.
Lehrpreise 2026: Die Universität Bonn ehrt beim Universitätsfest 14 Persönlichkeiten
Wer Studierende begeistert, Orientierung gibt und nachhaltiges Lernen ermöglicht, prägt die Universität weit über den Hörsaal hinaus. Mit dem Lehrpreis 2026 zeichnet die Universität Bonn dieses Jahr 14 Lehrende aus, die ihre Studierenden mit besonderen Ideen, Engagement und fachlicher Kompetenz begleiten. Über die Auszeichnung entscheiden die Studierenden selbst: Grundlage sind ihre Lehrevaluationen sowie die Nominierungen der Fakultäten und des Bonner Zentrums für Lehrer*innenbildung.
Physikzentrum Bad Honnef feierte sein 50-jähriges Bestehen
Einmal die Erde aus der Perspektive von Astronaut*innen betrachten, die Spuren kosmischer Teilchen sichtbar machen oder den menschlichen Körper mit moderner Röntgentechnik erkunden: Beim großen Physikfest anlässlich seines 50-jährigen Bestehens zeigte das Physikzentrum Bad Honnef, wie vielfältig und faszinierend physikalische Forschung sein kann. Unter dem Motto „Ein Tag voller Physik“ öffnete die wissenschaftliche Begegnungsstätte am Samstag, 4. Juli 2026, ihre Türen für Familien, Wissenschaftsbegeisterte und neugierige Gäste. Das historische Hölterhoffstift ist Eigentum der Universität Bonn.