Am ersten Tag wurde in vier thematischen Blöcken intensiv gearbeitet und diskutiert. Block 1 zu „EXA: Status quo, Herausforderungen, Lessons Learned“ traf offensichtlich einen Nerv, da fast alle Anwesenden mit entsprechenden Herausforderungen konfrontiert sind. Bernd Binnenbruck und Michael Nüsken stellten zunächst zentrale Rollen vor, in denen Studiengangsmanager*innen in EXA aktiv sind. Daran schloss sich eine längere Gruppenarbeitsphase an, in der Aufgaben für die vier Kernbereiche Lehrplanung/Vorlesungsverzeichnis, Belegphasen/Platzverteilung, Prüfungsorganisation sowie Sonstiges (u. a. zu Themen wie Dokumentenerstellung und Berichte) und deren Umsetzung in EXA bewertet und offene Bedarfe abgeleitet wurden, die anschließend im Plenum zusammengeführt wurden.
Im zweiten Block „Die Wissenschaft neu sortiert? Eine kritische Betrachtung der Änderung des Hochschulgesetzes NRW“ referierten Simon Ebert und Michael Nüsken die Änderung des § 44 HG NRW zum 1.1.2025, die zu einer Neudefinition der Statusgruppe „Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ an Hochschulen führte. Die Folgen für die einzelnen Mitarbeiter*innen sowie die Universität Bonn insgesamt standen im Mittelpunkt der sich anschließenden Diskussion.
Mit „Be strong! - Projektstand und Herausforderungen“ als drittem Block wurde ein Thema der letzten Klausurtagung fortgeführt. Nach dem Projektstart des Studienbegleitprogramms zum Wintersemester 2025/26 ging es dieses Mal schwerpunktmäßig um die fachwissenschaftlichen Angebote, die zum Sommersemester 2026 ins Programm eingebracht werden. Unter der Moderation von Antje Kiesel wurden ein Überblick zum Angebot erarbeitet und diverse Fragen rund um Regelstudienzeit, Nachweis der Leistungen, Adressierung der Studierenden und Zuständigkeiten beleuchtet. Durch die Teilnahme von Anna Karin und Anna-Katharina Stelter (Leiterin bzw. Projektkoordinatorin der Geschäftsstelle "Be strong!") konnten alle diskutierten Aspekte im Plenum abgestimmt und eingeordnet werden.
Der vierte Block „Betreuung und Integration internationaler Bachelor-Studierender“ widmete sich folgenden Fragen: Was kann getan werden, damit sich internationale Bachelor-Studierende in unseren Studiengängen wohl fühlen und erfolgreich studieren können? Welche Rolle kann das iStudy-Programm, das beim Dezernat Internationales verortet ist, dabei spielen? Welche Erfahrungen gibt es in den einzelnen Fakultäten/Bereichen? Dank der Moderation von Sabine Hübner-Monien und einer Präsentation von Deborah Schwarz (iStudy Projektkoordinatorin) fand ein reger Austausch zu vielen nicht immer neuen, aber fortlaufend relevanten Aspekten statt, verbunden mit Anregungen, wie die internationalen Studierenden besser unterstützt und integriert werden können.
Am Abend des ersten Tages konnten die Diskussionen informell im Kloster Steinfeld fortgesetzt, bestehende Kontakte vertieft, v.a. aber auch neue Kontakte über Fach- und Fakultätsgrenzen hinweg geknüpft werden.
Der zweite Tag startete mit „EPG-Arbeit: Erfahrungen, Potenziale, Herausforderungen“ (fünfter Block), bei dem Imke Lichterfeld einführend die gewachsene Bedeutung und Rolle referierte, die der EPG auf Grundlage der Evaluations- und Akkreditierungsordnung von 2025 zukommt, und anschließend kritische Folgefragen zur Diskussion stellte. Bettina Grävingholt präsentierte einen Praxisbericht aus der Katholisch-Theologischen Fakultät zur erfolgreichen Verzahnung von Evaluations- und Akkreditierungsarbeit im Kontext der Systemakkreditierung, dem sich viele Fragen aus dem Plenum anschlossen.
In einem sechsten Block mit dem Titel „Weißer Fleck — was noch übriggeblieben ist und was nicht angesprochen wurde“ gab es unter Moderation von Claudia Wolf und Imke Lichterfeld Raum für Anknüpfungen aus den vorherigen Blöcken sowie für weitere Themen. Die Diskussion wurde genutzt, um Fragen zu EXA, eCampus, zur Lehrpreisvergabe und KI in Studium und Lehre gemeinsam zu vertiefen.
Zum Abschluss der Klausurtagung wurde die Frage nach einer Fortsetzung des Klausurformats nachdrücklich und geschlossen mit „ja“ beantwortet: Der fachliche Austausch über Fakultätsgrenzen hinweg und die Möglichkeit zum persönlichen Kennenlernen, was die Arbeit über Fächergrenzen hinweg sehr deutlich erleichtert, wurden als großer Mehrwert gesehen. So hoffen alle Beteiligten sehr, dass im kommenden Jahr 2027 eine solche Klausurtagung erneut möglich sein wird, und danken dem Rektorat und den Dekanaten nachdrücklich für die finanzielle Unterstützung, welche die Realisierung der Veranstaltung erst möglich gemacht hat.