Zu Besuch beim NRW-Tag 2026
Zum 80. Geburtstag von Nordrhein-Westfalen lud das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW NRW) die universitäre Physikshow ein, um Besuchende mit Physik-Experimenten zu begeistern.
Von Einstein zu Gravitationswellen
Wie hängen Materie, Raum und Zeit zusammen? Diese fundamentale Frage steht im Zentrum der allgemeinen Relativitätstheorie, die Albert Einstein 1915 der Preußischen Akademie der Wissenschaften vortrug. Anlässlich des 111. Jubiläums der Theorie lädt das von der Universität Bonn getragene und vom Europäischen Forschungsrat (ERC) geförderte Projekt „GravNet“ für Donnerstag, 22. Oktober, zu zwei Veranstaltungen rund um Gravitation und Gravitationswellen ins Physikzentrum Bad Honnef ein. Ab 18:30 Uhr beleuchtet eine allgemein verständliche Vortragsreihe aktuelle Fragen und Erkenntnisse der Gravitationsphysik. Bereits zuvor bietet GravNet eine Masterclass zu Gravitationswellen für Schülerinnen und Schüler ab der zehnten Klasse an. Für beide Veranstaltungen wird um vorherige Anmeldung unter https://indico.hiskp.uni-bonn.de/category/144/ gebeten. Die Teilnahme ist kostenlos.
Wissenschaft im Theater
Ob Quantencomputing oder Darmgesundheit: Spannende Themen und überraschende Zusammenhänge erklären Forschende aus fünf Exzellenzclustern der Universität Bonn unterhaltsam in der neuen Veranstaltungsreihe „Wissenschaft im Theater“. Tickets für die Kooperation mit dem Theater Bonn gibt es ab sofort im Vorverkauf.
Riccardo Pennetta erhält ERC Starting Grant
Dr. Riccardo Pennetta vom Institut für Angewandte Physik der Universität Bonn erhält einen ERC Starting Grant für sein Forschungsprojekt „Atom-by-atom assembly of QUantum MattEr in waveguide and cavity QED“ (AQUME). Die mit rund 1,5 Millionen Euro über fünf Jahre geförderte Forschung soll untersuchen, wie sich große Quantensysteme aus einzelnen Atomen aufbauen und kontrollieren lassen.
Lichtgase zeigen kritisches Verhalten
FORSCHUNGSTICKER: Ein Forschungsteam der Universitäten Bonn und Heidelberg sowie der UNAM (Mexiko) untersuchte das kritische Verhalten von Lichtteilchen (Photonen) nahe eines Phasenübergangs.
Chemische Fingerabdrücke enthüllen Vergangenheit massereicher Sterne
Viele massereiche Sterne waren einst Teil von Doppelsternsystemen, doch ihre spannende Vergangenheit war bisher oft nicht mehr nachvollziehbar. Eine neue Studie des Max-Planck-Instituts für Astrophysik und der Universität Bonn hat nun eine Methode entwickelt, um Sterne zu identifizieren, die einst Masse von einem Begleitstern aufgenommen haben. Diese Sterne erscheinen heute als Einzelobjekte, tragen aber die chemischen Spuren ihrer Vergangenheit als Doppelstern. Mithilfe eines einzigartigen „chemischen Fingerabdrucks“, der unabhängig von spezifischen Evolutionsmodellen ist, konnten die Forschenden die Doppelstern-Geschichte massereicher Sterne rekonstruieren. Die Methode hat bereits den gut untersuchten Stern γ Columbae als ehemaligen Massegewinner neu klassifiziert und damit lang gehegte Annahmen über seinen Ursprung infrage gestellt. Zudem hat sie neue Einblicke in die Entwicklung des Vorläufer der Supernova SN 1987A geliefert. Die Ergebnisse sind nun in dem Journal „Nature Astronomy“ erschienen.
Erfolgreiche Teststrahlkampagne am DESY
Nach zwei intensiven Wochen am DESY in Hamburg ziehen die beteiligten Forschungsgruppen eine positive Bilanz: Im Rahmen einer gemeinsamen Teststrahlkampagne haben Wissenschaftler*innen der Universitäten Bonn, Dortmund und Heidelberg neue Silizium-Pixelsensoren für den Mighty Tracker, das zukünftige Spurdetektorsystem des LHCb-Experiments, erfolgreich unter realistischen Bedingungen getestet. Die Sensoren sind ein zentraler Bestandteil des geplanten LHCb Upgrade II vor Betriebsphase 5 (Run 5) für die Ära des HiLumi LHC.
Mit dem Riesenmagnet auf der Suche nach dem Axion
Neuer Schub für die Suche nach einem bisher unentdeckten Elementarteilchen: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat den Bau eines speziellen Magnetsystems durch das Exzellenzcluster „Color meets Flavor“ der Universitäten Bonn, Siegen und Dortmund in Höhe von sechs Millionen Euro bewilligt. Ziel von „BabyIAXO“ ist die Suche nach dem Axion, einem bisher unentdeckten Elementarteilchen, das eines der größten ungelösten Rätsel der Teilchenphysik erklären könnte.